Du bist das Volk? Wir sind die Menschheit!

ErdeTeilweise ist die Menschheit schon so weit, dass ich Empathie und Respekt gegenüber Tieren erwarten kann. Auf der anderen Seite scheinen wir aber gerade ein paar Rückschritte zu machen.

Es gruselt mich, wenn ich daran denke, dass eine nicht zu vernachlässigende Menge an Menschen jegliche Empathie gegenüber anderen verloren hat.

Menschen, die sich unzählige Falschmeldungen aus den Fingern saugen, um andere Menschen, die es schlechter haben als wir und in Not fliehen, nieder zu machen. Und andere Menschen, die das blind teilen, und sich in einen blinden Hass hineinsteigern.

Ich weiß, es ist angenehm, sich aufzuregen. Das kann ziemlich süchtig machen. Ich habe auch nichts dagegen, wenn Menschen sich gern aufregen. Ich bin zwar lieber ein positiver Mensch, aber alle sollen das machen, was sie glücklich macht.

Solange sich die Leute über das Wetter aufregen, finde ich das tolerierbar. Wenn sich jemand über wirkliche Ungerechtigkeiten aufregt, dann ist das sogar gut, denn daraus resultiert Handlungspotential.

Aber bitte was soll dieses Theater mit den Pseudoungerechtigkeiten? Wollen wir uns wirklich darüber aufregen, dass wir beispielsweise eine Turnhalle opfern, damit Flüchtlinge nicht draußen erfrieren müssen?

Woher kommt denn die Fähigkeit, sich selbst zu glauben, dass das ungerecht sei?
Wow, dann kann ein Kind mal keinen Schulsport machen. Meinetwegen darf man darüber weinen, aber doch bitte nicht, wenn dem gegenüber Menschenleben stehen!

Wir leben in einem Land, das andere Länder politisch und wirtschaftlich unglaublich ausgebeutet hat und ausbeutet. Wir haben einen unglaublichen Reichtum und genießen enormen Luxus. Allein die Tatsache, dass wir zur Schule gehen können, hat einen unfassbar großen Wert, den wir leider zu schätzen verlernt haben.

Aber lasst uns doch bitte nicht vergessen, dass wir nicht allein auf der Welt sind. Wir haben uns diesen Reichtum nicht verdient, wir sind hinein geboren worden. Alle, die etwas zum Anziehen, ein Dach über dem Kopf, fließendes Wasser und tägliches Essen haben, sollten sich gut überlegen, ob sie sich als Opfer sehen wollen.

Niemand von uns hat sich sein Leben vor der Geburt ausgesucht. Wir wurden alle willkürlich und ohne tiefere Gerechtigkeit in diese Leben geworfen. Wir nehmen uns sehr viel und agieren unglaublich rücksichtslos. Aber das sehe ich ein – wir sind keine Engel.

Doch wenn Individuen, denen wir persönlich, oder als Gruppe (wenn man schon so denken will) direkt oder indirekt Schaden zugefügt haben, hier hin kommen, dann haben wir uns gefälligst nicht zu beschweren. Die Grenze, die wir im Kopf zwischen „uns“ und „denen“ ziehen, ist nicht gerechtfertigt.

Und selbst wenn wir nichts mit irgendetwas zu tun hätten, keine ausländischen Märkte zerstören und keine Kriege mit Waffen fördern würden, dann sollte es mindestens erwartbar sein, dass wir der Fairness entsprechend Teilen.

Also bitte, liebe zornerfüllte Menschen, verliert nicht eure Empathie gegenüber anderen!
Versetzt euch in ihre Lage, überlegt wie ihr handeln würdet und wie es euch gehen würde und stempelt nicht alle als „Feinde“ ab.

Es darf doch nicht sein, dass wir hier Flüchtlingsheime anzünden und das dadurch begünstigt wird, dass wir „Angst“ haben, irgendwelche Werte zu verlieren.

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